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© Andreas Thielemann

Projekte und Kooperationen

[Perspectiva+]

In Fortführung der Projekte Alhacen digitale und Optisches Wissen in der Geschichte der Malerei kooperiert die Bibliotheca Hertziana, Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte, Rom, mit der MPG-Forschungsgruppe Art and Knowledge in Pre-Modern Europe (Leitung Sven Dupré, angesiedelt am MPI für Wissenschaftsgeschichte in Berlin) bei der Entwicklung eine digitale Plattform zur Geschichte der Optik und zu ihrer Anwendung in den Künsten.


Digitization Lifecycle

Projekt in Zusammenarbeit mit drei weiteren Max Planck Instituten und der Max Planck Digital Library zur Schaffung einer Infrastruktur für Digitalisierungsprojekte und zur Entwicklung generischer Funktionalitäten für die Veröffentlichung, Bearbeitung und Erschließung digitalisierter Text- und Bildmaterialien (Laufzeit: 01.02.201131.01.2013).
Das Projekt hat zum Ziel eine webbasierte Arbeitsumgebung für den Import, die Bearbeitung, Erschließung und Veröffentlichung digitalisierter Texte- und Bildmaterialien zu schaffen. So soll eine Anreicherung mit zusätzlichen wissenschaftlichen Daten und ein Vergleichen und Referenzieren von Texten und Bildern möglich sein. Es wird eine nachhaltige Lösung angestrebt, die sich an internationalen etablierten Standards (METS, MODS, TEI) orientiert und den Export in andere Systeme (VD 16, VD 17, Europeana, ZVDD) zulässt. 


Alhacen Digitale

Anlässlich der Internationalen Tagung LUMEN-IMAGO-PICTURA wurde ein bislang nicht bekanntes Manuskript des Optik-Traktates von Ibn al-Haytham (im Westen latinisiert ›Alhacen‹) in der Biblioteca Casanatense in Rom digitalisiert und zusammen mit dem von Friedrich Riesner herausgegebenen »Opticae Thesaurus« online präsentiert. Mark Smith, der Herausgeber der lateinischen Manuskripte von Alhacens Traktat übergab daraufhin der Bibliotheca Hertziana, Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte, Rom die PDF-Dokumente seiner Printausgabe zur Integration in eine digitale Plattform, die die verschiedenen Manuskripte, Editionen, Übersetzung und Kommentare von bzw. zu Alhacens Traktat vereinen und verknüpfen soll. Das Projekt wird inzwischen im Rahmen von [Perspectiva+] fortgeführt (siehe oben).


»Abruzzen und Molise« von Otto Lehmann-Brockhaus (1983) als »Living book«

Nach dem Erdbeben in den Abruzzen vom 9. April 2009 erstellte die Bibliotheca Hertziana, Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte, Rom eine interaktive digitale Edition des seit langem vergriffenen Standardwerkes von Otto Lehmann-Brockhaus, um die fachliche Beratung und Planung beim Wiederaufbau der Monumente zu unterstützen. Im Text wurden die Orte und Monumente indexiert und im Web. 2.0 mit weiteren Bildern, aktuellen Bibliographien, Landkarten und aktuellen Informationen zu den Monumenten verbunden. In Anlehnung an den Begriff »Living review« wurde für diese dynamische Buchform der Begriff »Living book« geprägt.


Rara-Digitalisierung

Seit 2006 werden die Rom-Guiden und Stichwerke aus dem Rara-Bestand der Bibliotheca Hertziana, Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte digitalisiert. Diese teilweise schon mit Strukturdaten versehenen Digitalisate sind seit 2008 online. Etwa 10.000 Abbildungen aus diesen Werken sind bereits mit der Forschungsdatenbank ZUCCARO verknüpft.