Bildinfo

Fotothek

Links: Charles-Louis Clérisseau, Rom, Santissima Trinità dei Monti, Casa dell'Accoglienza, gemalte Ruinenarchitektur, um 1760 (Detail), © Bibliotheca Hertziana (Andrea Jemolo). Rechts: Fotoschachteln Großformate, © Bibliotheca Hertziana (Gabriele Fichera).

Aktuelles

Die Frühzeit der Fotografie in Italien

Die Fototheken der beiden kunsthistorischen Max-Planck-Institute Florenz und Rom veranstalten eine gemeinsame Session auf dem Forum Kunstgeschichte Italiens (Berlin, 7.–9. April 2016) über die Anfänge der Fotografie in Italien in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Fotokampagnen 2015

- Eine umfangreiche und aufwendige Fotokampagne fand im April und Juni 2015 in ca. 20 Adelspalästen des 17. Jahrhunderts in Genua statt, deren Freskendekorationen in mehr als 1.000 Aufnahmen dokumentiert wurden.
- Für den Katalog der Ausstellung »Il segno astratto – La collezione Palpacelli da Avenali a Scialoja« (Frascati, Museo Tuscolano – Scuderie Aldobrandini, 8.2.–1.3. 2015) wurde die vorwiegend Werke des 20. Jahrhunderts beinhaltende Sammlung des bekannten römischen Architekten Francesco Palpacelli (1925–1999) erstmals vollständig aufgenommen. Siehe auch www.vanillaedizioni.com
- Weitere Kampagnen fanden zu römischen Palästen (wie dem Palazzo Crivelli) und Kirchen statt, u.a.  S. Maria sopra Minerva, S. Giacomo degli Spagnoli, SS. Ambrogio e Carlo al Corso und S. Maria del Popolo.  


Ältere Ankündigungen

Piranesi et al. – Rostock, Kulturhistorisches Museum 10.10.2014 – 18.01.2015

Für die Ausstellung des Kulturhistorischen Museums Rostock »Piranesi et al.«, die von Dr. Susanne Fiedler betreut wird und den »Vedute di Roma« Giovanni Battista Piranesis gewidmet ist, hat die Fotothek bei der Auswahl der zum Vergleich von Piranesis Stichen herangezogenen Fotografien intensiv mitgewirkt.  Für die Ausstellung, die vom 10. Oktober 2014 bis 18. Januar 2015 geöffnet ist, wurden mehr als vierzig Fotografien zur Verfügung gestellt.

Die Ausstellung präsentiert den Künstler der römischen Veduten unter dem besonderen Blickwinkel der Authentizität und Aktualität der dargestellten Monumente. Die heutigen Ansichten haben sich - tempus edax rerum – naturgemäß gegenüber den von Piranesi gewählten gewandelt. Piranesi selbst stand schon in der Tradition der Zeichner und Stecher von Veduten, die ihre Darstellungen römischer Monumente und Landschaften teils aus künstlerischem Interesse, teils aus einer sich vor allem im 18. Jahrhundert stetig entwickelten Nachfrage abbildeten und auch verkauften. Künstler und Reisende, vornehmlich diejenigen der Grand Tour, besuchten häufig dieselben Orte und Monumente in Rom und Latium, betrachteten sie vom selben Blickwinkel aus und zeichneten eine in vielen Punkten übereinstimmende Ansicht. Nicht wenige dieser Standpunkte, in vielen Fällen von örtlichen Reiseführern vorgeschlagen, finden sich übereinstimmend in den Veduten des 18. Jahrhunderts und in den frühen Fotografien. Wenig verwunderlich ist es deshalb, daß auch heutige Fotografien in dieser Tradition stehen. Die Gegenüberstellung des »Damals« mit dem »Gestern« und »Heute« bietet deshalb sowohl den Blick auf über Jahrhunderte Bewahrtes wie auch auf Überraschendes, Verfremdetes, Neues.

Lit.: Fiedler, Susanne »Piranesi et al. - Ein Kunstführer für Rom«, Begleitband zur Ausstellung des Kulturhistorischen Museums Rostock, Schriften des Kulturhistorischen Museums Rostock, Neue Folge 10 (Hg. Hansestadt Rostock, Kulturhistorisches Museum Rostock, 2014).

Neuer Fotograf

Im August 2014 ist Gabriele Fichera, die seit 1971 als Fotografin der Bibliotheca Hertziana tätig war, in den Ruhestand getreten.

Seit September 2014 hat Enrico Fontolan die Stelle des Institutsfotografen inne. Fontolan ist ein Schüler Roberto Sigismondis, der viel Erfahrung im Bereich der kunsthistorischen Dokumentationsfotografie mitbringt. Verschiedene Fotokampagnen zum Kirchen- und Profanbau in Rom und Latium sind bereits in Planung, sie werden sich sowohl im Online-Katalog der Fotothek als auch in Auswahl in der Bildergalerie recherchieren lassen.

Publikationen zur Fotothek

Die Fotothek sowie der Villino Stroganoff, der die Abteilung von 1985–2012 beheimatete, war in jüngerer Zeit Gegenstand verschiedener Publikationen:

Regine Schallert: »Die Fotothek: ...dass ein Forscher jedwedes Material hier einsehen kann«, in: 100 Jahre Bibliotheca Hertziana, Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte. Band I: Die Geschichte des Instituts 1913–2013, hg. von Sybille Ebert-Schifferer unter Mitarbeit von Marieke von Bernstorff, München 2013, S. 226-245, 310-314

Johannes Röll: »Villino Stroganoff«, in: 100 Jahre Bibliotheca Hertziana, Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte. Band II: Der Palazzo Zuccari und die Institutsgebäude 1590-2013, hg. von Elisabeth Kieven unter Mitarbeit von Jörg Stabenow, München 2013, S. 292-307, 363-365

Regine Schallert und Johannes Röll: »La Fototeca della Bibliotheca Hertziana (Istituto Max Planck per la Storia dell’Arte)«, in: Immagini e memoria, Gli Archivi fotografici di Istituzioni culturali della città di Roma, Atti del convegno, Roma, Palazzo Barberini, 3.–4. Dezember 2012, hg. v. Barbara Fabjan, Rom 2014, S. 169–182

Bildergalerie

Seit Frühjahr 2013 präsentiert die Fotothek ausgewählte Bildbestände zu verschiedenen Themenkomplexen in einer Bildergalerie [... mehr]

Ernst Steinmann, Domenico Anderson und »Die Sixtinische Kapelle«

Vor genau 500 Jahren, am 31. Oktober 1512, wurde das Deckenfresko Michelangelos in der Sixtinischen Kapelle des Vatikan enthüllt. Die Fotothek der Bibliotheca Hertziana, Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte, bearbeitet zur Zeit die historischen Bildbestände zur Sixtinischen Kapelle. [... mehr]

MS Wissenschaft 2012

Eine Ausstellung zum Mitmachen im Wissenschaftsjahr »Zukunftsprojekt Erde« im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung 30. Mai – 15. Oktober 2012 [... mehr]