Tobias Weißmann, M.A.

Doktorand

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Tobias Weißmann studierte Kunstgeschichte und Musikwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin und schloss sein Studium im März 2012 mit einer Magisterarbeit zum Thema »Il Gesù e Maria in Rom als ›Familienmausoleum‹. Carlo Rainaldis sepulkrale Inszenierung der Bolognetti-Brüder« bei Prof. Dr. Horst Bredekamp ab. Die Arbeit entstand im Rahmen seiner langjährigen Mitarbeit als studentischer (2007–2012) und wissenschaftlicher Mitarbeiter (2012–2013) am DFG-Forschungsprojekt »REQUIEM – Die römischen Papst- und Kardinalsgrabmäler der Frühen Neuzeit«.
2013–2014 war er Stipendiat des Instituts für Kunst- und Bildgeschichte der Humboldt-Universität und wissenschaftlicher Mitarbeiter von Prof. Dr. Horst Bredekamp, 2014–2015 Stipendiat des Deutschen Studienzentrums in Venedig. Zuletzt, von Februar bis November 2015, war er Stipendiat der Musikgeschichtlichen Abteilung des Deutschen Historischen Instituts in Rom. Daneben war er von 2009 bis 2017 als Assistent von Prof. Dr. Benjamin Paul, Prof. Dr. Erik Thunø und Prof. Dr. Lila Yawn für das Art History Summer Program Rome der Rutgers University tätig. Seit Juni 2015 ist er Mitglied des interdisziplinären DFG-Netzwerks »Confessio im Konflikt. Religiöse Selbst- und Fremdwahrnehmung im 17. Jahrhundert«; sein Teilprojekt gilt der Konstruktion von Selbst- und Feindbildern in der römischen Festkultur während der Türkenkriege im 17. Jahrhundert. 2016 nahm er einen Lehrauftrag an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz wahr.
Seit 2014 arbeitet Tobias Weißmann an seinem an der Humboldt-Universität zu Berlin angesiedelten Dissertationsprojekt, das sich der internationalen Festkultur in Rom um 1700 widmet, mit besonderem Fokus auf dem Zusammenspiel von Festapparaten und -musiken; die Arbeit wird von Prof. Dr. Horst Bredekamp und Prof. Dr. Klaus Pietschmann (Musikwissenschaft, Johannes Gutenberg-Universität, Mainz) betreut.
Seit Dezember 2015 ist Tobias Weißmann Doktorand an der Bibliotheca Hertziana – Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte.

Forschungsschwerpunkte

- Festkultur der Frühen Neuzeit (insbesondere in Venedig, Rom, Neapel);
- ephemere Architektur und Bühnenbild;
- italienische Serenaten und Kantaten;
- Sepulkralkultur des barocken Rom.

Publikationen

Herausgeberschaften: 

-Musik und Vergnügen am Hohen Ufer. Fest- und Kulturtransfer zwischen Hannover und Venedig in der Frühen Neuzeit (Akten der internationalen und interdisziplinären Doppeltagung, Schloss Herrenhausen, Hannover, 4.–5. Dezember 2014, Deutsches Studienzentrum in Venedig/Università Ca' Foscari, Venedig, 5.–6. Februar 2015), hg. v. Sabine Meine, Nicole K. Strohmann u. Tobias C. Weißmann, Regensburg 2016 (Studi. Schriftenreihe des Deutschen Studienzentrums in Venedig 15).

- Das Grabmal des Günstlings. Studien zur Memorialkultur frühneuzeitlicher Favoriten, hg. v. Arne Karsten, unter Mitarbeit von Anett Ladegast, Laura Windisch u. Tobias Weißmann, Berlin 2011 (Humboldt-Schriften zur Kunst- und Bildgeschichte 13).

Aufsätze: 

- »Kunst und Athletik. Prunkregatten zu Herrscherbesuchen im Venedig der Frühen Neuzeit«, in: Venedig als Bühne. Organisation, Inszenierung und Wahrnehmung europäischer Herrscherbesuche, hg. v. Romedio Schmitz-Esser, Knut Görich u. Jochen Johrendt, Regensburg 2017 (Studi. Schriftenreihe des Deutschen Studienzentrums in Venedig 16), S. 431–462.

- »Der verkleidete Staat. Symbolische Kommunikation bei Herrscherbesuchen im Venedig des 17. und 18. Jahrhunderts«, in: Prinzen auf Reisen. Die Italienreise von Kurprinz Karl Albrecht 1715/16 im politisch-kulturellen Kontext, hg. v. Andrea Zedler u. Jörg Zedler, Köln 2017 (Beihefte zum Archiv für Kulturgeschichte 86), S. 161–187.

- »Das Spiel mit der Maske. Der europäische Hochadel zu Gast in der Vergnügungsmetropole Venedig«, in zur debatte. Zeitschrift der Katholischen Akademie in Bayern, Sonderheft zur Ausgabe 3/2017, S. 17–18.

- »Isolation und Prachtentfaltung. Festkultur als Kommunikationsmittel der auswärtigen Botschafter im Venedig des 17. und 18. Jahrhunderts«, in Musik und Vergnügen am Hohen Ufer. Fest- und Kulturtransfer zwischen Hannover und Venedig in der Frühen Neuzeit, hg. v. Sabine Meine, Nicole K. Strohmann u. Tobias C. Weißmann, Regensburg 2016 (Studi. Schriftenreihe des Deutschen Studienzentrums in Venedig 15), S. 199–215.

- gemeinsam mit Sabine Meine u. Nicole K. Strohmann, »Musik und Vergnügen am Hohen Ufer. Kulturtransfer zwischen Hannover und Venedig in der Frühen Neuzeit. Zur Einführung«, in Musik und Vergnügen am Hohen Ufer. Fest- und Kulturtransfer zwischen Hannover und Venedig in der Frühen Neuzeit, hg. v. Sabine Meine, Nicole K. Strohmann u. Tobias C. Weißmann, Regensburg 2016 (Studi. Schriftenreihe des Deutschen Studienzentrums in Venedig 15), S. 9–22.

- »Der Palazzo della Cancelleria als Bühne der ›ostentativen Verschwendung‹. Kunst, Musik und Feste am Hof Kardinal Pietro Ottobonis (1689–1740)«, in La Fortuna di Roma. Italienische Kantaten und römische Aristokratie um 1700/ Cantate italiane e aristocratia Romana intorno il 1700, hg. v. Bertolt Over, Kassel 2016 (M.A.R.S. – Musik und Aristokratie im Rom des Sei-/Settecento/ Musical e aristocrazia bella Roma del Sei/Settecento 3), S. 431–462.

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