Römische Forschungen der Bibliotheca Hertziana

Redaktion: Dr. Susanne Kubersky-Piredda, Dr. Marieke von Bernstorff

Anfragen bitte an kubersky(at)biblhertz.it, bernstorff(at)biblhertz.it


XXXVI. David Knipp (Ed.), Siculo-Arabic Ivories and Islamic Painting 1100–1300. Proceedings of the International Conference (Berlin, 6–8 July 2007)

338 Seiten und 225 Abbildungen in s/w und 49 in Farbe. München: Hirmer 2011 ISBN 978-3-7774-4311-9, €110,00.

Mit Beiträgen von Jonathan Bloom, Anthony Cutler, Thomas Dittelbach, Erica Cruikshank Dodd, Antony Eastmond, Finbarr Barry Flood; Maria Vittoria Fontana, Eva R. Hoffman, Lucy-Anne Hunt, Mat Immerzeel, Adeline Jeudy, Martina Müller-Wiener, David Knipp, Mariam Rosser-Owen, Avinoam Shalem, Bas Snelders.

Die polychrome islamische Malerei auf Elfenbeinkästen gilt seit langem als eine der originellsten Schöpfungen der hybriden Hofkultur im normannischen Sizilien des 12. Jahrhunderts. Trotzdem hat sich seit 1939 keine umfassende Untersuchung mehr dieser wichtigen und in einer Vielzahl von Stücken erhaltenen Objektklasse gewidmet. Die Schönheit und der gewisse Exotismus dieser Malerei einerseits und die eigentümliche Ambivalenz zwischen einem byzantinischen und fatimidischen Stil andererseits, erhöhen noch den Reiz dieser Elfenbeine. Zudem wird in der oft gleichzeitigen Präsenz christlicher und profaner Themen auf ein und demselben Stück – ausgeführt im Stil islamischer Miniaturen – ein Synkretismus offenbar, der in der Epoche ohne Parallelen bleibt. In diesen kleinen, kostbaren Objekten manifestiert sich die Haltung der normannischen Könige von Sizilien gegenüber der islamischen Kultur ganz so, wie im Großen in den prachtvollen maghrebinischen Gartenpalästen Palermos. 


XXXV. Joachim PoeschkeRegum Monumenta. Kaiser Friedrich II. und die Grabmäler der normannisch-staufischen Könige von Sizilien im Dom von Palermo

262 Seiten u. 225 Abbildungen, 21 Farbtafeln, 21 Grund- und Aufrisse. München: Hirmer 2011. ISBN 3-7774-3221-2, €95, 

Zu den bedeutendsten Grabmälern des Mittelalters gehören die Porphyrsarkophage, die im 13. Jahrhundert für Kaiser Friedrich II., seine Eltern und seinen Großvater mütterlicherseits im Dom von Palermo errichtet wurden. Seit ihrer Öffnung im Jahre 1781 haben sie wiederholt das historische und kunsthistorische Forschungsinteresse auf sich gezogen.

Mit dem neuen Band der Römischen Forschungen erscheint erstmals nach fünfzig Jahren wieder eine umfassende Untersuchung zu den Grabmälern, die den bisherigen Erkenntnisstand weitgehend revidiert. Aufgezeigt wird, daß die Einrichtung der dynastischen Grablege im Dom von Palermo, in der Form, in der sie bis 1781 Bestand hatte, ganz der Initiative Friedrichs II. zu verdanken ist. Von ihm wurde auch sein eigener Sarkophag in Auftrag gegeben.


XXXIV. Georg SatzingerMichelangelo und die Fassade von San Lorenzo in Florenz. Zur Geschichte der Skulpturenfassade der Renaissance

208 Seiten u. 246 Abbildungen. München: Hirmer 2011. ISBN 3-7774-3211-3, €90, 

Der Wunsch des Medici-Papstes Leo X., die traditionell von seiner Familie geförderte Klosterkirche San Lorenzo mit einer prachtvoll geschmückten Fassade zu versehen, brachte 1516 eine Reihe von spektakulären Projekten konkurrierender Künstler, darunter Raffael, hervor, die paradigmatisch die Möglichkeiten einer bildtragenden Architektur ausloten. Schließlich fiel Michelangelo als dem fähigsten Bildhauer der Auftrag und damit die Aufgabe zu, sich zugleich im großen Maßstab als Architekt zu bewähren, bis die Medici 1520 die Arbeiten abbrachen.

Die Planungen, die erstmals in allen überlieferten Zeugnissen rekonstruiert, mit zahlreichen neuen Ergebnissen interpretiert und umfassend transparent gemacht werden können, sind höchst aufschlußreich für Michelangelos ebenso voraussetzungsreiche wie wegweisende, neue Konzeption einer sich gegenseitig bedingenden Architektur und Skulptur.


 

XXXIII. Julian GardnerThe Roman Crucible: The Artistic Patronage of the Papacy 1198–1304.

520 Seiten und 393 Abbildungen, München: Hirmer 2013, ISBN 978-3-7774-2385-2, €135,00.

Der Band behandelt die Vergabe von künstlerischen Aufträgen im späten Mittelalter. Der Autor untersucht die äußerst vielschichtige Beziehung zwischen Auftraggeber und Künstler an geistlichen wie weltlichen Höfen, hinterfragt die historischen und soziologischen Hintergründe und untersucht deren Auswirkungen auf Stil und Ikonographie.

Ausgezeichnet mit dem Premio Daria Borghese 2014


XXXII. Sebastian SchützeKardinal Maffeo Barberini und die Entstehung des römischen Hochbarock

372 Seiten u. 304 Abbildungen. München: Hirmer 2007. ISBN 3-7774-9670-7 €120, 

»Die Studie besticht durch ihre vorzügliche Interpretation, die hochrangige Dokumentation und die Klarheit der Gedankenführung.« [Literaturwissenschaftliches Jahrbuch]

Der Band vermittelt die Ideen und Vorstellungen, das Interesse an den bildenden Künsten und den persönlichen Anteil des »größten Kunstpapstes des 17. Jahrhunderts« anhand der Cappella Barberini in Sant'Andrea della Valle, den Sammlungen Maffeo Barberinis und der Begegnung Maffeos mit Gian Lorenzo Bernini.

Ausgezeichnet mit dem Premio Daria Borghese 2008


XXX/XXXI. John Shearman, Raphael in Early Modern Sources, 1483−1602.

2 Bde., XII, 1706 Seiten u. 37 Tafeln. New Haven, London: Yale University Press 2003. ISBN 0-300-09918-5 (vergriffen)

Ausgezeichnet mit dem Premio Salimbeni 2004 (posthum)


XXIX. Jörg Martin MerzDas Heiligtum der Fortuna in Palestrina und die Architektur der Neuzeit

304 Seiten u. 257 Abbildungen. München: Hirmer 2001. ISBN 3-7774-8940-9, €118,

Die Untersuchung zeigt ein faszinierendes Spektrum der Rezeption und Wirkung dieses Bauwerks seit der Renaissance und erschließt damit einen spannenden Ausschnitt aus der Architekturgeschichte von den babylonischen Zikkurats bis zur Postmoderne.

Das Heiligtum der Fortuna Primigenia in Palestrina, ein Monument der Selbständigkeit des antiken Praenestre, ist erst nach dem Zweiten Weltkrieg von späteren Überbauungen freigelegt worden. Die grandiose hellenistische Terrassenanlage am Hang des Monte Ginestro entstand um 100 v. Chr. und setzt Traditionen aus der ägyptischen und babylonischen Baukunst fort. Seit der Renaissance beflügelte das Heiligtum die Phantasie zahlreicher Architekten, die sich nicht mit Studien der wenigen Ruinen zufriedengaben, sondern großartige Rekonstruktionen der gesamten Anlage zeichneten. Sie wurden vom jeweiligen Verständnis für diese unbekannte Bauform geleitet und verwendeten ein zeitgenössisches architektonisches Repertoire für die Rekonstruktionen. Nicht die Ruinen, sondern die Bilder, die man sich von der ursprünglichen Anlage machte, bestimmten die Vorstellungen der Architekten und Bauherren.


XXVIII. Ingo HerklotzCassiano Dal Pozzo und die Archäologie des 17. Jahrhunderts

439 Seiten u. 77 Abbildungen, 149 Abbildungen auf Tafeln. München: Hirmer 1999. ISBN 3-7774-7750-8, €138,

Das Buch ist die erste Monographie über den wohl bedeutendsten Archäologen vor Winckelmann. Cassiano Dal Pozzo (1588-1657) schuf mit seinem »Papiermuseum« ein altertumswissenschaftliches Arbeitsinstrument, dessen Ruhm über ganz Europa reichte. Die vorliegende Untersuchung fragt nach den biographischen und sozialen Rahmenbedingungen, die das Entstehen dieser mehr als 2000 Antikenzeichnungen umfassenden Sammlung ermöglichten.

Ausgezeichnet mit dem Premio Daria Borghese 2000 


XXVI. Andreas Tönnesmann, Pienza. Städtebau und Humanismus.

157 Seiten u. 44 Abbildungen, 5 Farbtafeln mit 48 Abbildungen. München: Hirmer, 1990; überarbeitete Neuauflage 1996. ISBN 3-7774-5410-9, €34,80


XXV. Franz Graf Wolff Metternich, Die frühen St.-Peter-Entwürfe 15051514, aus dem Nachlaß herausgegeben, bearbeitet u. ergänzt von Christof Thoenes

236 Seiten, 200 Abbildungen u. 27 Pläne. Tübingen: Wasmuth, 1987. ISBN 3-8030-4553-3, €130,


XXIV. Hubertus GüntherDas Studium der antiken Architektur in den Zeichnungen der Hochrenaissance

402 Seiten u. 319 Abbildungen, 124 Tafeln mit 232 Abbildungen. Tübingen: Wasmuth, 1988. ISBN 3-8030-4552-5, €157,


*XXIII.Otto Lehmann-Brockhaus, Abruzzen und Molise. Kunst und Geschichte

756 Seiten u. 338 Abbildungen. München: Prestel, 1983.


*XXII. Wolfgang Krönig, Il Castello di Caronia in Sicilia. Un complesso normanno del XII secolo.

129 Seiten u. 85 Abbildungen. Roma: Edizioni dell'Elefante, 1977.


*XXI. Christoph Luitpold Frommel, Der Römische Palastbau der Hochrenaissance.

3 Bde., Text, XI, 206 Seiten; Katalog, 365 Seiten; Tafeln, XVIII Seiten u. 200 Tafeln. Tübingen: Wasmuth, 1973.


XX. Franz Graf Wolff Metternich, Die Erbauung der Peterskirche zu Rom im 16. Jahrhundert.

71 Seiten u. 129 Abbildungen. Wien, München: Schroll, 1972. ISBN 3-7031-0296-9, €112,50

Unter Mitarbeit von Hildegard Giess, Hanna Homa u. Katharina Thiersch. Übersetzungen ins Italienische von Agnese Concina Sebastiani und Anna Maria Suber Osti.


*XIX. Hans OstEin Skizzenbuch Antonio Canovas 17961799

56 Seiten u. 61 Tafeln. Tübingen: Wasmuth, 1970. 


XVIII. Stephan Waetzoldt, Die Kopien des 17. Jahrhunderts nach Mosaiken und Wandmalereien in Rom.

85 Seiten u. 612 Abbildungen. Wien, München: Schroll, 1964.


*XVII. Hellmut Hager, Die Anfänge des italienischen Altarbildes. Untersuchungen zur Entstehungsgeschichte des toskanischen Hochaltarretabels.

211 Seiten u. 249 Abbildungen. München: Anton Schroll, 1962.


XVI. Miscellanea Bibliothecae Hertzianae zu Ehren von Leo Bruhns, Franz Graf Wolff Metternich und Ludwig Schudt.

520 Seiten u. 385 Abbildungen. München: Anton Schroll, 1961. ISBN 3-7031-0163-6


*XV. Ludwig Schudt, Italienreisen im 17. und 18. Jahrhundert.

449 Seiten u. 128 Abbildungen. Wien: Anton Schroll, 1959.


*XIV. Die Aufzeichnungen des Michelangelo Buonarroti im Britischen Museum in London und im Vermächtnis Ernst Steinmann in Rom, nach den Urschriften hg. v. Wolf Maurenbrecher. XIX,

332 Seiten u. 24 Tafeln. Leipzig: Heinrich Keller, 1938.


*XIII. August Grisebach, Die römischen Porträtbüsten der Gegenreformation.

175 Seiten u. 72 Abbildungen. Leipzig: Heinrich Keller, 1936.


*XII. Werner Körte, Der Palazzo Zuccari in Rom, sein Freskenschmuck und seine Geschichte.

97 Seiten u. 45 Tafeln. Leipzig: Heinrich Keller, 1935.


XI. Die Künstlerbiographien von Giovanni Battista Passeri. Nach den Handschriften des Autors hg. u. mit Anm. versehen von Jacob Hess. XXXIX, 

439 Seiten u. 4 Tafeln. Leipzig: Heinrich Keller - Wien: Anton Schroll, 1934; Reprint Worms: Werner, 1995. ISBN 3-88462-120-3, €115,


*IX/X. Heinrich Brauer, Rudolf Wittkower, Die Zeichnungen des Gianlorenzo Bernini.

2 Bände, 205 Seiten u. 198 Tafeln. Berlin: Heinrich Keller, 1931 [Reprint unter dem Titel Bernini's drawings, New York o. J.].


*VIII.Ernst Steinmann, Michelangelo im Spiegel seiner Zeit.

113 Seiten u. 33 Tafeln. Privatdruck, Leipzig 1930.


*VII. Werner Hager, Die Ehrenstatuen der Päpste.

90 Seiten u. 44 Abbildungen. Leipzig: Poeschel & Trepte, 1929.


*VI. Hermann Egger, Carlo Madernas Projekt für den Vorplatz von S. Pietro in Vaticano.

31 Seiten u. 9 Tafeln. Privatdruck, Leipzig 1929.


*V. La Collezione Hertz e gli affreschi di Giulio Romano nel Palazzo Zuccari, a cura di I. P. Richter, con una prefazione di Robert Mond.

62 Seiten u. 36 Tafeln. Privatdruck, Leipzig 1928.


*IV. Giulio Mancini, Viaggio per Roma, hg. v. Ludwig Schudt.

148 Seiten. Leipzig: Klinkhardt & Biermann, 1923.


*III. Ernst Steinmann, Die Portraitdarstellungen des Michelangelo.

XIV, 114 Seiten, 16 Abbildungen u. 107 Tafeln. Leipzig: Klinkhardt & Biermann, 1913.


*II. Paul Gustav Hübner, Le statue di Roma. Grundlagen für eine Geschichte der antiken Monumente in der Renaissance.

Band 1 (mehr nicht erschienen), 125 Seiten u. 14 Tafeln, Leipzig: Klinkhardt & Biermann, 1912.


I. Michelangelo Bibliographie 15101926, hg. v. Ernst Steinmann, Rudolph Wittkower; mit einem Dokumentenanhang bearbeitet von Robert Freyhan. 

Leipzig: Klinkhardt & Biermann, 1927. 2 Bde., XXVI, 523 Seiten u. 25 Tafeln [Reprint Hildesheim: Olms, 1967].  


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